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Neu im Kino

„Wohne lieber ungewöhnlich“ ist eine harmlose Komödie

Dortmund Eine Patchwork-Familie mit all ihren Verzweigungen, latenten Konflikten und komischen Wirrungen steht im Zentrum der französischen Komödie „Wohne lieber ungewöhnlich“. Ziemlich unübersichtlich, die Verwandtschaft, wenn Mama oder Papa mehrere Kinder von diversen Partnern und Ex-Partnern haben.

„Wohne lieber ungewöhnlich“ ist eine harmlose Komödie

Mütter, Väter, Kinder: In dieser Patchworkfamilie herrscht immer Trubel, nicht bloß an Festtagen. Foto: Neue Visionen

Bastien (Teilo Azais) spricht aus dem Off und stellt uns seine ganze Sippe vor, samt Angeheirateten, samt Geschwistern und Halbgeschwistern. Anlass der Familienfeier ist die zweite Hochzeit von Bastiens Mama (Julie Gayet), die Hugo (Lucien Jean-Baptiste) das Jawort gibt, der der Truppe zwei weitere Kinder beschert.

Ein Übernachtungskarussell

Manche sind vier, andere zwölf, dreizehn Jahre alt. In Sachen Betreuung unterhalten die Eltern ein Übernachtungskarussell: Der und der schlafen bei dem, dann können sie auf diesen und jenen aufpassen. Entdecke die Möglichkeiten: Je mehr Verwandte, desto besser.

Bastien hat den Wanderzirkus satt und gewinnt die Kinder für den Plan, in die Wohnung der toten Oma zu ziehen und die Eltern dort in Wechselschicht zu schicken. Eine freie Sieben-Zimmer-Wohnung mitten in Paris? So ein märchenhafter Zufall! Der ganze Film (Regie: Gabriel Julien-Laferrière) entpuppt sich als wolkiges Wohlfühl-Märchen: gutmütig heiter, putzig-putzig, aber zahnlos.

Durchsichtiger Humor

In der WG der Rasselbande herrscht immer Trubel, nicht bloß, wenn die flippige Großmutter hereinschneit. Leider hat kaum eine Figur Charaktertiefe und Kontur, alle sind Erfüllungsgehilfen des Drehbuchs, mehr nicht. Der Humor ist durchsichtig und auch mal arg kindisch, die Probleme sind Pseudo-Probleme, die mit einem Schuss Harmonie-Dressing behoben werden. Harmlos mediokre Zeitvertreibs-Unterhaltung.

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